Vorbericht 9. Spieltag Rückrunde 21.-22.03.2026
Es gibt viel zu lesen, es waren sehr viele überregional agierende Teams im Einsatz, manche sogar doppelt am Samstag und Sonntag.
Damen Oberliga Baden-Württemberg
TV St. Georgen - TSV Herrlingen 4:6
TTSF Hohberg - TSV Herrlingen 5:5
Wolfgang Laur vom TSV Herrlingen: Nachbericht folgt
Damen Verbandsoberliga Gr. 2
TTV Burgstetten - SC Berg 8:3
Ohne ihre etatmäßige Nummer 2 Maike Lenz gestaltete sich die Auswärtspartie in Burgstetten (im Vorbericht hatte ich die 2 Vereinsnamen vertauscht, also Berg in der Übersicht als Heimteam dargestellt, das bitte ich zu entschuldigen) von Beginn an schwierig, einige Fünfsatzniederlagen machten es dann natürlich nicht einfacher. So stand eine recht hohe Niederlage am Schluss auf dem Scoreboard, so klar waren die Kräfteverhältnisse aber nicht. Davon kann sich Berg allerdings nichts kaufen außer einem kleinen Motivationsschub für die nächsten Aufgaben, in dann hoffentlich wieder kompletter Garnitur, auch wenn sich die Tabellensituation mit nun drei Zählern Abstand und dem schlechtesten Spielverhältnis als äußerst prekär erweist.
Erwachsene Verbandsoberliga Gr. 2
SC Staig - TSG 1846 Heilbronn 8:2
Trotz eines sehr hohen Ergebnisses von 8:2 hatte Staig mit der sympathischen Heilbronner Mannschaft, die ohne ihre Nummer 2 in die Altheimer Gemeindehalle gekommen waren, erheblich mehr Mühe, als das Ergebnis den Anschein machte. Der ehemalige Zweitligaspieler und Baden-Württembergische Einzelmeister Adrian Rybinski (ehemals Klosek) hat zwar nicht mehr die Klasse früherer Tage, zauberte aber immer wieder großartige Rückhandbälle auf den Tisch. Dennoch gelangen zwei wichtige Erfolge gegen ihn. Hauptentscheidend war aber das hintere Paarkreuz mit Tom Duffke und Thomas Huber, die sich in allen vier Einzeln schadlos hielten, auch wenn sie merklich nicht ihre besten Tage erwischten. Besonders Duffke hatte nach zwei eher schwachen Starts in den Einzeln jeweils eine 0:2-Hypothek aufzuholen, bekam aber immer noch rechtzeitig die Kurve und holte zwei 3:2-Erfolge. Die hohe Belastung mit vielen Doppelspieltagswochenenden in der Landesligamannschaft, wo man der Favoritenrolle auch immer erstmal gerecht werden muss (siehe Bericht unten), zollt hier natürlich auch ihren Tribut.
Damen Verbandsliga Süd
keine Spiele mit Ulmer Beteiligung
Erwachsene Verbandsliga Süd
VfL Herrenberg - SSV Ulm 1846 7:9
Seit diesem Sonntag reift die Erkenntnis, dass Spatzen wohl doch zaubern können - aus 4:7 mach 9:7 und das gegen einen solch starken Gegner grenzt ja fast schon an Magie. Herrenberg machte wohl einen mitentscheidenden Fehler und stellte ihre klare Nummer 1 nicht ins Doppel 1, was es den Gästen im Schlussdoppel natürlich etwas einfacher machte. Dennoch sind vier Einzelsiege in Serie von den Positionen 3-6 sehr stark gegen ein Herrenberg in Bestbesetzung. Bei noch zwei Spielen aber vier Zählern und einem um 25 besseres Spielverhältnis müsste nun schon viel schief gehen, um nicht Meister zu werden.
Damen Landesliga Gr. 4
SC Berg II - SV Rissegg 8:6
Ein Spitzenspiel, das seinem Namen auch gerecht wurde, gewann Berg in heimischer Halle und das auch hochverdient angesichts des Satzverhältnisses von 33:22. Das zeigt, dass Rissegg aus ihren Chancen viel machte, aber Berg sich von dem ärgerlichen 5:6-Rückstand nach einer hauchdünnen Fünfsatzniederlage von Talent Clara Dalheimer nicht entmutigen ließ. Sie schlugen mit drei sehr deutlichen Einzelsiegen zurück und gewannen wie erwähnt hochverdient. Damit hat man den Druck auf Rissegg deutlich erhöht, die wissen, dass sie in ihren beiden letzten Partien tunlichst nicht patzen sollten.
RSV Ermingen - SV Amtzell 8:5
Der ganz große Druck ist bei den Mittelfeldteams Ermingen und Amtzell nicht mehr gegeben gewesen, weshalb die nicht ganz so starke Aufstellung von den Gästen auch nicht zwingend überrascht. Dennoch muss man das erstmal nutzen und das machte Ermingen hervorragend, bis zum 5:0 hatten die Gäste schlichtweg gar keine Chance, irgendwas entgegen zu setzen. Das war auch notwendig, denn Amtzell kam nochmal gut auf und holte ihrerseits fünf Zähler insgesamt, einen kompletten Umschwung ließ Ermingen dann aber nicht mehr zu.
Erwachsene Landesliga Gr. 4
SSV Ulm 1846 II - SC Staig II 7:9
Ein hochklassiges Landesligaspiel endete knapp zugunsten des designierten Meisters Staig. Philipp Salaris erwischte einen Sahnetag und gewann gegen Staigs schon oben genannte Spitzenspieler Tom Duffke und Thomas Huber, was schon einer größeren Überraschung gleich kommt. Ansonsten war das Spiel total ausgeglichen, nur die Doppel gingen mit 3:1 an die Gäste, was an diesem Nachmittag/frühen Abend den knappen aber entscheidenden Unterschied ausmachte.
TV Unterkochen - SC Lehr 8:8
Unterkochen spielte in der erwartet starken Aufstellung, die es Lehr schwer machte, beide Punkte zu entführen, das war so schon von vorneherein klar. Unterkochen ging vermeintlich vorentscheidend mit 8:5 in Führung und in einem echten Herzschlagfinale rettete Lehr noch einen wichtigen Punkt. Während der Einzelsieg von Patrik Idt gegen Gian Truöl zum 6:8 aus Gästesicht noch erwartet werden konnte, hatten es die verbliebenen Spiele der 6er und das Schlussdoppel in sich. Beide Male ging es in den fünften Durchgang in die Verlängerung und beide Male mit dem besseren Ende für die Gäste. Die fünf Mannschaften auf den Plätzen 5-9 trennen durch dieses Unentschieden nur drei Punkte, das ist wirklich kurios und es darf sich hier wohl niemand zu sicher fühlen, das könnte mit einem schlechten Ergebnis durch ein paar schlechte Minuten sofort böse bestraft werden von der Konkurrenz.
Damen Landesklasse Gr. 7
SC Berg III - SC Unterschneidheim 8:5
Bergs Niederlagenserie durchbrochen dank Spitzenspielerin Bianca Stocker, die alle vier möglichen Zähler für ihr Team beisteuerte - so stehen die Chancen einen Spieltag vor Schluss in dieser kleinen Spielklasse gut, auf Rang 4 und damit vor dem direkten Tabellennachbarn Unterschneidheim zu landen.
TSV Hüttlingen - SSV Ulm 1846 3:8
Wie in der Vorrunde ging diese Auseinandersetzung mit 8:3 an den Favoriten und Meister aus Ulm. Hüttlingen wehrte sich aber erneut nicht schlecht und wenn die ein oder andere knappe Entscheidung mehr an die Gastgeberinnen gegangen wäre, hätte das für Ulm Überstunden bedeutet gegen ein unbequemes Team. Soweit kam es aber nicht und die Gäste konnten nach gut 2 Stunden Spielzeit schon wieder die Heimreise antreten.
Erwachsene Landesklasse Gr. 7
TSV Altheim - FC Straß 9:7
Die Hausherren sahen beim 8:4-Zwischenstand schon wie der sichere Sieger aus, Straß bäumte sich nochmal auf und zog aber dennoch im Schlussdoppel den Kürzeren. Die beiden im Bezirk Ulm gut bekannten Spitzenspieler von Altheim, Hannes Eberhard und Thomas Ludwig, waren den mit Valentin Schwentke ebenfalls sehr gut aufgestellten Gästen einfach etwas überlegen und das machte den entscheidenden Unterschied im Endresultat.
TSV Erbach - TV Unterkochen II 8:8
Der klar Vorletzte Unterkochen ist nicht unbedingt der Lieblingsgegner der Erbacher in dieser Spielzeit, nach einem schon sehr knappen 7:9 in der Vorrunde entführte Unterkochen nun gar einen Punkt vom großen Favoriten. Unterkochen gelang es, mit 4:1 in Führung zu gehen und schlug dabei dass starke Erbacher 3er Doppel und behielt auch teils sehr überraschend im vorderen Paarkreuz die Oberhand. Da war die Hypothek für die Hausherren schon nicht unerheblich, wohlwissend, dass Unterkochen immer aus einem sehr ausgeglichenen Kollektiv heraus agiert, während Erbach viel von ihren Spitzenspielern abhängig ist - mit Sefa Dogan und Julian Michaelis haben sie schließlich die besten Punktesammler der Liga aus dem vorderen bzw. mittleren Paarkreuz in der Aufstellung. Auch wenn es mal nicht so läuft wie vorgestellt, auf das ungeschlagene Topdoppel der Liga Dogan/Wanner war auch nun wieder Verlass, was wenigstens noch den einen Punkt ins Ziel rettete.
SV Lauchheim - SSV Ulm 1846 III 9:6
Nach 2:7-Rückstand aus Ulmer Sicht schien die Messe gelesen, die Gäste probierten aber nochmal alles und kamen mit etwas mehr Fortune gerade in den fünften Sätzen wie im vorherigen Spielverlauf nochmal gefährlich nah an den Favoriten heran bis zum 8:6. Danach machte aber Lauchheim den Deckel drauf, weshalb der Favorit gerade nochmal so um das Schlussdoppel herum kam, was Ulms Dritte sicher nur äußerst gerne gespielt hätte...
TSV Herrlingen - TSV Holzheim 9:4
Peter Schillinger vom TSV Herrlingen: In hervorragender Tagesform präsentierte sich unsere Erste im Bezirksderby gegen den TSV Holzheim, der zwar ohne Felix Nüssle, aber dafür mit Stefen Tospann antrat. Auf unserer Seite feierte in dieser Begegnung der erst zehnjährige Lukas Ligay sein überaus erfolgreiches Debüt in der Landesklasse. Die große Herrlinger Nachwuchshoffnung gewann dabei doch recht überraschend jeweils ohne einen einzigen Satzverlust zunächst gemeinsam mit Peter Schillinger das Doppel gegen die Holzheimer Routiniers Michael Maywald und Hannelore Stowasser und ein wenig später gegen Letztgenannte zudem noch sein Einzel.
Wegweisend für den nicht erwarteten deutlichen 9:4-Heimsieg war daneben vor allem der optimale Auftakt mit einer 3:0-Führung nach den Eingangsdoppeln, wobei hier die ebenfalls neuformierte Paarung Hannes Fischer / Karsten Hiemesch perfekt harmonierte und mit ihrem Erfolg in fünf Sätzen gegen das Holzheimer Spitzen-Duo Andreas Jehle und Steffen Tospann gleich für einen Paukenschlag sorgte. Für den dritten Zähler in dieser Disziplin waren Stephan Klein und Alexander Scheible verantwortlich, die nach kleinen Startschwierigkeiten ihr Doppel gegen Jens von Einem und Moritz Burgen nach einem 0:1-Rückstand in vier Sätzen siegreich gestalten konnten. In den nachfolgenden Einzeln behaupte man diesen 3-Punkte-Vorsprung bis zum hinteren Paarkreuz. Den Punktgewinnen von Hannes Fischer, der sich gegen Steffen Tospann durchsetzte sowie von Karsten Hiemesch, der Jens von Einem das Nachsehen gab, standen bis dahin die Niederlagen von Stephan Klein gegen Andreas Jehle und von Alexander Scheible, der am Samstagabend etwas unglücklich agierte, gegen Moritz Burger gegenüber. Peter Schillinger wurde nun in drei Durchgänger seiner Favoritenrolle gegen Michael Maywald gerecht, ehe, wie bereits eingangs erwähnt, Lukas Ligay gegen Hannelore Stowasser groß aufspielte und mit seinem 3:0-Sieg die Herrlinger Führung vorentscheidend auf 7:2 ausbaute. Hannes Fischer musste sich jetzt in einem hochklassigen Duell Andreas Jehle in vier Sätzen beugen, da jedoch Stephan Klein gegen Steffen Tospann mit 3:1 die Oberhand behielt, kamen die Gäste nicht mehr in Schlagdistanz. Alexander Scheible verlor zwar anschließend im finalen Durchgang nach Vergabe eines Matchballs im vierten Satz gegen Jens von Einem auch sein zweites Match an diesem Tag, aber Karten Hiemesch krönte unmittelbar danach seine ohnehin schon sehr starke Leistung mit seinem zweiten erfolgreichen Einzelauftritt. Er hielt seinen Widersacher Moritz Burger in drei Sätzen in Schach, womit er den Schlusspunkt unter die Partie setzte und dem Herrlinger Sextett frühzeitig die beiden Zähler sicherte.
FC Straß - TV Unterkochen II 9:4
Straß war vom Ergebnis Unterkochens in Erbach vom Vorabend sicherlich gewarnt, und ging diese Aufgabe ebenso wie der Gegner leicht personell verändert im Vergleich zum Samstagsspiel an. Auch startete Unterkochen wieder sehr ordentlich, ein Schlüsselspiel war dann sicher Thomas Höfle gegen Thomas Heidler, das der Straßer nach 2:0 eben nicht noch im fünften Satz verspielte sondern gewann, ab diesem Zeitpunkt war Straß deutlich überlegen und die Spielkonstellationen der Einzel schienen auch ganz gut zu "matchen" für die Hausherren. Nach dem sicherlich frustrierenden Samstagabend ein ganz wichtiger Sieg für Straß.
SSV Ulm 1846 III - SV Altheim 9:3
So läuft es manchmal im Tischtennis, Altheim war nach dem Erfolg gegen ein stark aufgestelltes Straß sicherlich etwas favorisiert beim Gastspiel in Ulm, die noch die knappe Niederlage in Lauchheim zu verdauen hatten. Dennoch bedeuteten diese Vorzeichen gar nichts, mit ebenfalls leicht rotiertem Personal spielte Ulm stark drauf los und führte wohl schon vorentscheidend 3:0 nach den Doppeln, was den eigentlich guten Doppelspielern aus Altheim etwas den Zahn zog. Die drei Zähler der Gäste steuerten wie am Vortag der ungeschlagene Hannes Eberhard und einmal Thomas Ludwig bei, das heißt aber auch, dass die Dominanz im mittleren und hinteren Paarkreuz komplett bei den Ulmer Herren lag, die wie Straß im sonntäglichen Vergleich mit einem Ostalb-Team äußerst wichtige Punkte einheimste.